Der Landkreis Böblingen unterstützt die Menschen aus der Ukraine mit verschiedenen Hilfsangeboten. Als Anlaufstelle ist eine zentrale Hotline 07031/663-3838 eingerichtet. Zudem gibt es ein Spendenkonto von Landkreis, Kommunen und Kreissparkasse.

Zentrale Hotline Mo – Fr von 9 bis 12 Uhr 07031/663-3838 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Registrierung und Infos für Geflüchtete

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine erhalten den Status von „Vertriebenen“ im Sinne des § 24 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) und einen Anspruch auf Erhalt einer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis sowie Zugang zu den Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz nach § 1 Abs. 1 Nr. 3a AsylblG.

  • Status Aufenthalt
    Personen aus der Ukraine dürfen visafrei in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und sich zunächst für 90 Tage wie Urlaubsreisende hier aufhalten. Dieser Zeitraum kann um weitere 90 Tage verlängert werden. In dieser Zeit besteht keine Verpflichtung, sich bei den Behörden zu melden.
    Wenn die Personen Unterbringungsbedarf haben, Sozialleistungen oder Krankenhilfe benötigen, eine Arbeitserlaubnis beantragen oder Kinder in den Schulen anmelden möchten, müssen sie sich als Kriegsflüchtlinge bei den Ausländerbehörden melden und registrieren lassen. Die Flüchtlinge erhalten dann zunächst für ein Jahr Schutz in Form einer Aufenthaltserlaubnis. Diese kann dann bei Bedarf um bis zu 2 Jahre verlängert werden.
  • Was ist zu tun?
    Voraussetzung für die Beantragung von Leistungen (AsylblG) ist die Anmeldung beim örtlich zuständigen Einwohnermeldeamt.
    Die Ausländerbehörden erfassen die Kriegsflüchtlinge. Eine förmliche Registrierung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
    Für die Auszahlung von Leistungen wurde ein vereinfachter Leistungsantrag entworfen. Dieser kann hier (1,059 MiB) abgerufen und ausgefüllt werden. Anschließend kann er beim Rathaus abgegeben werden. Die Bargeldauszahlung wird vorberreitet; die Behörde setzt sich mit den Flüchtlingen bzw. den Kontaktpersonen bezüglich der Vereinbarung eines Termins in Verbindung. Für eine bargeldlose Zahlung wird eine Bankverbindung benötigt; sollte ein Konto existieren, kann dies bei Einreichung des Leistungsantrags mitgeteilt werden.
    In Notfällen können vorab direkt im Landratsamt bei der Unteren Aufnahmebehörde die Gewährung von Leistungen beantragt werden und ggf. ein Einkaufsgutschein für den dringendsten Bedarf als Vorschuss erhalten werden. Dies gilt auch für die Übernahme von Kosten bei einem dringenden Arztbesuch. In dringenden Notfällen kann ein Arzt natürlich direkt aufgesucht werden.
  • Unterbringung
    Personen, die privat untergebracht sind, bleiben sofern möglich dort. Bei Bedarf von Leistungen, gelten die oben beschriebenen Vorgehensweisen.
    Personen, die keine Unterkunft haben oder wo private Unterbringung nicht mehr möglich ist, wenden sich zunächst an das jeweilige Rathaus.
    Der Landkreis informiert die Städte und Gemeinden über Wohraumangebote, die dem Landratsamt angeboten werden. Örtliche Paten bzw. ehrenamtliche Helfer unterstützen bei der Unterbringng.
    Ist eine Unterbringung vor Ort in den Städten und Gemeinden nicht möglich, übernimmt der Landkreis die Unterbringung der Personen.
  • Bildung und Arbeit
    Die Aufnahme von Kindern in die örtlichen Kindergärten soll, je nach Kapazitäten, erfolgen, wenn dies gewünscht ist.
    Schulpflichtige Kinder können die Schulen besuchen; hier laufen aktuell Vorbereitungen, um mehr Plätze in den Vorbereitungsklassen zu schaffen.  
    Für beides – Kindergarten oder Schule – gilt, dass evtl. noch ein Masern-Impfschutz verabreicht werden muss.
    Erwachsene können Integrationskurse besuchen; auch hier werden Plätze und entsprechende Kursangebote geschaffen.
    Es ist vorgesehen, dass die ukrainischen Kriegsflüchtlinge eine Arbeitserlaubnis erhalten. Bei konkreten Arbeitsplatzangeboten ist für die Erteilung der Arbeitserlaubnis der Kontakt zur jeweils zuständigen Ausländerbehörde aufzunehmen.

Zentrale Hotline (Unterkunft, Sprache und Beratung)

Beim Landratsamt ist eine Hotline (07031/663-3838) geschaltet für folgende Hilfsangebote:

  • Unterkunft
    Menschen, die ein Zimmer oder eine Unterkunft anbieten, können sich melden.
  • Sprache
    Menschen, die die ukrainische oder russische Sprache beherrschen, können sich melden.
  • Beratung
    Flüchtlinge werden in aufenthalts-, leistungs- sowie asylrechtlichen Fragen beraten.